Die Staatssicherheit der DDR: Der Feind hinter der Wand



Die Staatssicherheit der DDR war kein fernes Machtinstrument, sondern Teil des Alltags. Millionen Menschen gerieten ins Visier des Überwachungsapparates, oft unbemerkt, manchmal mit spürbaren und langfristigen Folgen. Der Vortrag gibt einen Einblick in Struktur, Aufgaben und Arbeitsweise des Ministerium für Staatssicherheit. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht Aktenzeichen und Hierarchien, sondern die konkreten Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen: Kontrolle, Misstrauen, Anpassung und Angst. Ergänzt wird die historische Einordnung durch einen persönlichen Zugang. Anhand originaler, anonymisierter Stasiunterlagen aus dem familiären Umfeld des Referenten wird gezeigt, wie Überwachung konkret funktionierte, wie Menschen erfasst, bewertet und dokumentiert wurden und wie sich der Blick auf diese Akten Jahrzehnte später verändert. Der Vortrag verbindet Zeitgeschichte mit persönlicher Erfahrung und lädt zur kritischen Auseinandersetzung ein. Er richtet sich an alle, die verstehen möchten, wie ein Überwachungsstaat funktionierte und warum seine Mechanismen auch heute noch relevant sind. Fragen und Diskussion sind ausdrücklich erwünscht. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Rechtlicher Hinweis
In der Veranstaltung werden auszugsweise originale Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit aus dem familiären Umfeld des Referenten thematisiert. Die Darstellung erfolgt ausschließlich zu Bildungs- und Aufklärungszwecken. Sämtliche personenbezogenen Daten lebender oder eindeutig identifizierbarer Personen sind anonymisiert oder geschwärzt. Eine vollständige Offenlegung der Unterlagen erfolgt nicht. Die Auswahl der gezeigten Inhalte dient der historischen Einordnung und nicht der persönlichen Bewertung oder Bloßstellung einzelner Personen. Die Veranstaltung stellt keine Akteneinsicht im rechtlichen Sinne dar und ersetzt keine Beratung durch zuständige Stellen. Rechte Dritter bleiben unberührt.

Jens Ramelow, Jahrgang 1980, ist in der ehemaligen DDR aufgewachsen, und verbindet persönliche Erinnerungen mit historischer Einordnung. Er arbeitet als Verwaltungswirt beim Magistrat.

Anmeldeschluss: 23.09.2026


Datum
01.10.2026
Uhrzeit
18:00 - 20:15 Uhr
Ort
Lloydstr. 15, Volkshochschule; 122




Kursdetails

Status: Anmeldung möglich

Kursnr.: 26H11062

Kategorie: Geschichte

Termine: 1

Gebühr: 6,00 €


Kursleiter:in

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